Bayer 04 Leverkusen knackt Manchester City - wie Coach Kasper Hjulmand die Mannschaft von Pep Guardiola überlistete
Bayer Leverkusen hat nach einem Stotterstart in der Champions League das Ruder endgültig herumgerissen. Das 2:0 bei Manchester City hat die Werkself auf Kurs gebracht. Schlüssel zum Erfolg war Kasper Hjulmands mutiger Matchplan, den die Bayer-Profis hervorragend umsetzten - und ein überragender Keeper Mark Flekken. Und dann gab es vor dem Spiel noch "einen Extrapush", wie Malik Tillman verriet.
Bayer-Sieg in Manchester: Hjulmand erklärt den Auswärtscoup
Quelle: SNTV
Kein Haaland, kein Foden, kein Cherki. Dazu Ersatztorhüter Trafford zwischen den Pfosten - City-Coach Pep Guardiola verzichtete zunächst auf zahlreiche Leistungsträger.
Er hätte am liebsten "alle elf" ausgetauscht, "aber ich habe keine elf Wechselspieler. Wir müssen das machen, es sind viele Spiele und wir brauchen frische Beine", begründete der Spanier seine Startelf.
Auf Bayer hatte die unerwartete Aufstellung die Wirkung eines "Extrapushs", wie der überragende Malik Tillman nach der Partie gegenüber "DAZN" zugab.
Torhüter Mark Flekken räumte ein, dass die überraschende Startelf des Gegners die "ganze Vorbereitung ein bisschen über den Haufen geworfen" habe, "aber anders als gegen Bayern haben wir das diesmal angenommen".
Taktisch habe das Fehlen von Haaland und Co. indes "keinen Unterschied" gemacht, betonte Trainer Kasper Hjulmand. Seine Mannschaft habe wie gefordert "Charakter" gezeigt, sei mutig und mit der nötigen "Ruhe" aufgetreten.
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Bayer-Coach Kasper Hjulmand gewinnt mit seinem Team bei Manchester City
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Bedeutete konkret: Bayer spielte nach vorne, trat beim Champions-League-Sieger von 2023 wie eine Mannschaft auf, die zum Siegen ins Etihad Stadium gekommen war.
"Der Matchplan ging auf, auch wenn City Möglichkeiten hatte. Wir standen kompakt und waren aktiv nach vorne. Das war der Plan, und es hat gut geklappt", zog Torschütze Patrik Schick Bilanz.
Leverkusen macht City das Leben schwer
Tatsächlich beschränkte sich Leverkusen weder nach dem ersten, noch nach dem zweiten Treffer aufs Verteidigen. Der Bundesligist spielte stattdessen im 5-3-2-System couragiert mit, blieb gefährlich. Am Ende hatte die Werkself 46 Prozent Ballbesitz, was ein extrem guter Wert für ein Auswärtsspiel bei Manchester City ist.
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Bayer Leverkusen: Grimaldo (re.) bringt die Werkself bei Manchester City in Führung
Fotocredit: Imago
"Das Helfen und gegenseitige Unterstützen hat mir unglaublich gut gefallen, das macht Eindruck auf den Gegner. Den Sieg auf die 'B-Elf' von Manchester zu schieben, ist zu einfach. Es war vielmehr eine top Teamleistung", befand Ex-Bundesliga-Stürmer Nils Petersen in seiner Rolle als "DAZN"-Experte. Er wolle daher keinen Spieler herausheben.
Flekken hält Kasten sauber: "Die bestmögliche Art ..."
Einen gab es allerdings, der sich ein dickes Sonderlob verdiente: Flekken, der zurecht zum Man of the Match gekürt wurde. Der Schlussmann glänzte mit neun Paraden, brachte auch Superstar Haaland nach dessen Einwechslung zur Verzweiflung. "Wenn ich mich so in den Dienst der Mannschaft stellen kann, ist das die bestmögliche Art, um als Torhüter zu agieren", gab sich der 32-Jährige bescheiden.
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Mark Flekken rettet gegen City-Goalgetter Erling Braut Haaland
Fotocredit: Getty Images
Der Coup von Manchester hat in erster Linie zwei wichtige Auswirkungen. Zum einen ist die Tabellensituation angenehmer geworden, nach dem die Rheinländer mit zwei Remis und einer 2:7-Packung gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain in die Königsklasse gestolpert waren. Das 1:0 bei Benfica und das 2:0 bei den Skyblues hievt die Hjulmand-Truppe auf Rang 13 der Tabelle, bis zu den Top 8 ist es nur noch ein Pünktchen.
Hjulmand: "Das beschleunigt unsere Entwicklung"
Genauso wichtig ist der mentale Gewinn. "Es wird uns zusammenschweißen und unser Selbstvertrauen stärken", unterstrich Tillman, der als Zehner einen Riesenjob machte und die Räume hervorragend zu nutzen wusste.
"Wir haben ein großes Potenzial und Siege sind total wichtig. Das beschleunigt unsere Entwicklung", bekräftigte auch Hjulmand, dem nach den Pleiten gegen Bayern (0:3) und PSG (2:7) der erste Erfolg gegen ein absolutes Schwergewicht gelang.
Und Guardiola? Nahm es sportlich. "Wahrscheinlich" seien die vielen personellen Änderungen doch nicht zielführend gewesen. "Wir spielen alle drei Tage, aber vielleicht war das zu viel."
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Guardiola einsichtig nach Pleite gegen Bayer: "War vielleicht zu viel"
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